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Zusammenfassung

Die Pflanzenbauwissenschaften haben als angewandte Disziplin die Aufgabe, in einer Brückenfunktion die Verbindung zwischen den Ergebnissen sowie den sich neu bietenden Chancen aus den Grundlagenwissenschaften und der Praxis des Pflanzenbaus in Kulturlandschaften herzustellen. In dieser Funktion sind sie in ihrer Bedeutung und Tragweite der Medizin vergleichbar. Starke Veränderungen in den Wissenschaften, den Gesellschaften und der Umwelt führen dazu, daß sich die Pflanzenbauwissenschaften derzeit in einer Phase der Neuorientierung befinden. Die Denkschrift analysiert die Stellung der Pflanzenbauwissenschaften als anwendungsorientierte Wissenschaft zwischen den Naturwissenschaften und Humanwissenschaften, gibt konkrete Anregungen für eine Neuausrichtung und stellt diese zur Diskussion. Aufgrund der Größe und Neuheit der vor ihnen liegenden Aufgaben müssen sie verstärkt den Anschluß an die Grundlagenwissenschaften suchen, um ihren gesellschaftlichen Anforderungen weiterhin gerecht werden zu können. Die durchgängige Einbeziehung von Modellbildungsprozessen bei der Bearbeitung von Fragestellungen in der Forschung ist ein entscheidender Bestandteil dieser Wesensänderung. Die vielleicht jetzt noch als hinderlich empfundenen Kommunikationshürden zwischen den Pflanzenbauwissenschaften und den Natur- und Humanwissenschaften könnten möglicherweise unter einem gemeinsamen Dach der Lebenswissenschaften überwunden werden. Im Zeitalter konvergierender Wissenschaften wäre der Pflanzenbau ein ideales Laboratorium zur Überprüfung breit angelegter Forschungshypothesen mit beträchtlicher gesellschaftlicher Relevanz.